Text
und Melodie:
Liedermacher Mastles
Ost-Fernsehturm
Symbolisch für Frieden
spiegelt sich auf der
Kuppel ein Kreuz.
Das Kreuz des Ostens!

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Bin Franke
oder ein Wiener,
ein Bayer oder Berliner.
Ich fühl mich zu Haus,
ich möcht nicht hinaus,
solang der Funkturm steht in der Stadt.-
Ohne Mauer lebt es sich besser,
die Berliner werden schon kesser,
sie fahren auf's Land,
es stört keine Wand,
sie hat sich überlebt.
I: Wo sind denn die Jahre bloß hingegangen?
Das Leben hat doch erst angefangen!
Nun laßt uns zufrieden und fröhlich lachen,
es ist noch nicht zu spät. :I
Zum Alex oder dem Ku-Damm,
fahr' Doppel-Bus oder auch Trambahn,
so geh' doch mal 'raus,
aus deinem Mietshaus,
schau dir die Mädchen an in der Stadt.-
Bist du einsam, fahr mit der U-Bahn,
dann findest du auch einen steilen Zahn,
geh' mit ihr zum ZOO,
frag nicht erst wieso,
du brauchst eine Königin.
I: Wo sind denn - - - :I
Berliner werden nie müde,
die Frauen sind auch nicht prüde.
Die Liebe erwacht
bei sternklarer Nacht,
solang der Funkturm steht in der Stadt.-
Ohne Liebe könn' sie nicht leben,
auch wenn sie mal "Einen" heben,
mit Molle und Korn,
der Schnauze stets vorn,
das Herz am rechten Fleck.
I: Wo sind denn - - - :I
Hast du bald nur noch zwei Zähne,
kein Mensch vergießt eine Träne,
dann mach dir nichts d'raus,
auch die müssen 'raus,
die dritten Zähne gibt's in der Stadt.-
Neue Zähne können gut beißen,
sie füllen das Becken aus Meißen,
das Leben ist schön,
du wirst es gleich seh'n,
es hat sich doch gelohnt.
I: Wo sind denn die Mädchen bloß hingegangen?
Das Leben hat doch erst angefangen!
Nun laßt uns nocheinmal von vorn beginnen,
es ist noch nicht zu spät. :I
F. Mastles Berlin, 05.03.1993 |